Ein Reporter wollte herausfinden, was Menschen unter Glück verstehen und was es braucht, um glücklich zu sein. Er besuchte einen sehr reichen Mann und fragte ihn, ob und warum er glücklich sei. Dieser antwortete: "Ja, ich bin glücklich, weil ich all das habe" und er zeigte mit einer Handbewegung auf sein großes und prächtiges Anwesen.
Als nächstes besuchte der Reporter ein Ehepaar mittleren Alters, das in einem Vorort lebte und stellte ihnen dieselbe Frage. "Wir sind glücklich, weil wir uns lieben und eine kleine Tochter haben, die uns viel Freude macht".
Als Letztes besuchte er eine arme Frau, die in einem heruntergekommenen Haus lebte und stellte ihr die Frage nach dem Glück. Die Frau lächelte und antwortete: "Ich bin glücklich, weil ich vieles habe, für das ich dankbar sein kann. Ich lebe, ich habe ein Dach über dem Kopf und ich habe das große Glück, 3 Kinder zu haben". Sie ging zum Fenster und zeigte auf einen schmuddeligen Hinterhof, auf dem Kinder spielten und lachten und sie sagte: "und ich kann mich an all dem erfreuen".
Glücklichsein ist ein Maßanzug.
Unglückliche Menschen sind jene,
die den Maßanzug eines anderen
tragen wollen.
Karl Böhm
Diese Geschichte zeigt, dass Glück und Glücklichsein für jeden etwas anderes bedeuten. Das heißt: das Glück existiert wie die Schönheit nur in den Augen des Betrachters. Jeder von uns muss also selbst entscheiden, was für ihn Glück bedeutet. Deshalb gibt es auch nicht den einen Weg, sondern viele Wege zum persönlichen Glück, die jeder selbst herausfinden muss. Dies ist ein Ergebnis der Glücksforschung.
Ein weiteres Ergebnis der Glücksforschung ist: unsere Lebensbedingungen oder Faktoren wie Wohlstand, gesellschaftlicher Status, Geschlecht, Intelligenz oder Alter, entscheiden nicht maßgeblich über unser Glücklichsein. Eine gute Nachricht, wie ich meine.
Ein anderes wichtiges Ergebnis der Glücksforschung ist: Maßgeblich für unser Glücklichsein ist die Art und Weise, wie wir denken, wie wir uns und unsere Lebensbedingungen wahrnehmen, wie wir leben und was wir tun.
Dale Carnegie drückte das vor über 50 Jahren so aus:
Glück hängt nicht davon ab, wer du bist oder was du hast;
es hängt nur davon ab, was du denkst.
Förderlich für das Glücksempfinden sind:
- regelmäßige sportliche Betätigung, vorzugsweise im Kreis anderer
- enge und befriedigende Beziehungen (Familie, Freunde)
- eine harmonische und stabile Partnerschaft
- die Überzeugung, sein Leben und sein Glück selbst in der Hand zu haben und nicht Spielball des Schicksals zu sein
- eine zuversichtliche und optimistische Einstellung gegenüber der Zukunft
- berufliche Tätigkeit, die man als befriedigend und erfüllend ansieht
- anderen helfen und diesen etwas Gutes tun
- Persönlichkeitsfaktoren wie Extrovertiertheit und ein positives Selbstwertgefühl
Schädlich für das Glücksempfinden sind:
Erst seit ein paar Jahren weiß man: unser Gehirn verändert sich ständig durch das, was wir tun. Wann immer wir etwas lernen, verändern sich die Schaltkreise in unserem Gehirn. Es bilden sich neue neuronale Verknüpfungen als Reaktion auf unsere Erfahrungen und Tätigkeiten. So wie Muskeln durch entsprechendes Training aufgebaut werden, so formen und trainieren wir unser Gehirn durch Tätigkeiten und Erfahrungen.
Die Aktivität bestimmter Gehirnareale beeinflusst unsere allgemeine Stimmungslage. Manche Menschen haben ein Übergewicht der linken Stirnhirnaktivität, manche der rechten. Menschen mit einer höheren Aktivität des linken Stirnlappens empfinden meist angenehme Gefühle, während Menschen mit einer höheren Aktivität des rechten Stirnlappens eher dazu neigen, negative Gefühle zu verspüren.
Diese Aktivitätsmuster des Gehirns scheinen angeboren zu sein. ABER: wir können sie beeinflussen und durch Übung verändern. Und wie? Indem man sich regelmäßig z.B. angenehme Erfahrungen ins Gedächtnis ruft oder sich lustige Filme anschaut. Auf diese Weise aktiviert man die Aktivität des linken vorderen Stirnlappens. Deshalb auch mein Tipp mit dem Glückstagebuch weiter unten.
Denke jedoch daran: Für das Lernen wie auch das Glücksempfinden ist Wiederholung und Training wichtig.
Je öfter die Neuronen unseres Gehirns nämlich aktiviert werden, um so sicherer entsteht eine dauerhafte neuronale Verbindung. Konkret heißt das: je mehr wir uns glückliche Gedanken machen, umso glücklicher fühlen wir uns. D.h.:
Glücksgefühle sind kein Zufall, sondern die Folge der richtigen Gedanken und Handlungen. :)
Glück und einen Sinn im Leben sind schwer in uns selbst zu finden,
es ist jedoch unmöglich, sie woanders zu finden.
11 Glücksrezepte, die unser Glück steigern - Wege zum Glücklichsein
Man hat gesehen: Glücklichsein ist keine Glückssache. Natürlich können wir es dem Zufall überlassen, etwas zu erleben, das uns ein Glücksgefühl beschert. Wir können dem Glück jedoch auch auf die Sprünge helfen, indem wir uns bewusst auf die Suche nach unserem persönlichen Glück machen und so die Chancen auf vermehrte Glücksmomente steigern. Schauen wir uns einige Tipps an, die das Glücklichsein begünstigen. Hier 11 Tipps und Strategien für mehr Glücksmomente.
GLÜCKS-TIPP 1: Sich an Schönes erinnern macht glücklich. Suche in Gedanken ganz bewusst immer wieder Situationen auf, in denen du dich wohlgefühlt hast. Mit der Zeit wird es dir immer leichter fallen, positive Gefühle ganz bewusst abzurufen und zwar alleine schon dadurch, dass du an die Situationen denkst, mit denen du Positives verbindest.
GLÜCKS-TIPP 2: In Einklang mit sich leben macht glücklich. Das bedeutet: keine Selbstverurteilung, keine Selbstablehnung, keine
Selbstabwertung. Mit anderen Worten:
stärke dein Selbstwertgefühl und dein
Selbstvertrauen. Das ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für
Zufriedenheit.
GLÜCKS-TIPP 3: Sich bewegen macht glücklich.
Bewegung lässt Glückshormone sprudeln. Beispielsweise passiert das, wenn wir Sport treiben.
Bewegung ist ein wichtiger Faktor, der guten Gefühlen den Weg ebnet. Es genügt regelmäßiges Ausdauertraining von einer halben Stunde 2 bis 3 Mal pro Woche. Auch Tanzen ist eine wunderbare Möglichkeit, sein körperliches Wohlbefinden zu steigern. Durch körperliche Anstrengung werden Hormone (Serotonin, Endorphin) freigesetzt.
GLÜCKS-TIPP 4: Aktiv sein macht glücklich. Werde aktiv und suche gezielt nach einer Aufgabe und Beschäftigung. Aktives Tun und in dem aufgehen, was man tut, ist eine wichtige Voraussetzung für das Erleben glücklicher Momente.
Bequemlichkeit bezahlen wir mit schlechten Gefühlen. Befriedigung bringt nur Aktivität und Aktivsein.
Dabei ist nicht die Art der Tätigkeit entscheidend, sondern die Tätigkeit als solche.
Wichtig ist, dass wir eine Beschäftigung finden, die uns geistig und/oder körperlich fordert.
Die Betonung liegt auf "fordern", d.h. Beschäftigungen, die wir mit "links" erledigen und uns einfach so von der Hand gehen, schaffen uns kein Glücksgefühl. Nur wenn wir unsere bisherigen persönlichen Leistungsgrenzen überschreiten, schaffen wir die Voraussetzung für ein Glücksgefühl.
GLÜCKS-TIPP 5: Vorfreude macht glücklich.
Es heißt "Vorfreude ist die schönste Freude" - und da liegt viel Wahres drin. In Erwartung etwas Schönem produziert unser Gehrin Dopamin, eine Art Glückshormon. Und Vorfreude löst im Körper die gleichen positiven Reaktionen (Abbau von Stresshormen, Stärkung des Immunsystems) aus wie die Freude über bereits Ereignetes. Worauf könnten Sie sich also freuen?
GLÜCKS-TIPP 6: Freundschaften machen glücklich.
Pflege deinen Freundeskreis. Investiere viel Zeit in Freundschaften und soziale Kontakte. Die glücklichsten Menschen sind die mit den besten sozialen Beziehungen.
GLÜCKS-TIPP 7: Positive Ziele machen glücklich.
Suche positive Ziele, die dich begeistern. In Erwartung dieser Ziele schüttet das Gehirn Botenstoffe aus, die Lust und Vorfreude erleben lassen.
GLÜCKS-TIPP 8: Abwechslung macht glücklich.
Sorge für Abwechslung der Genüsse, d.h. suche bewusst nach Abwechslung für deine Sinne. Immer mal wieder etwas Neues ausprobieren - schmecken, riechen, sehen
GLÜCKS-TIPP 9: Ein Sinn im Leben macht glücklich.
Das Empfinden von Glück ist eng verbunden mit der Frage nach dem Sinn des Lebens. Wenn wir es nicht verstehen, dem Leben und unserer Tätigkeit einen Sinn zu geben, dann entziehen wir dem Glück seine Grundlagen. Den Sinn des Lebens gibt es jedoch nicht wie unsere Kleider von der Stange. Und eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens kann auch nicht von anderen kommen. Die Antwort darauf finden wir nur in uns selbst - wie auch das Glücklichsein.
GLÜCKS-TIPP 10: Ein Glückstagebuch macht glücklich.
Führe ein Glückstagebuch über deine Glücksmomente und lese die Eintragungen immer wieder durch. Dadurch lenkst du deine Aufmerksamkeit auf
Glücksmomente und fühlst dich glücklich. Worauf du dich konzentrierst, bestimmt, wie du dich fühlst.
GLÜCKS-TIPP 11: Lachen macht glücklich.
Lachen ist ansteckend, Glück ebenso. Umgebe dich in deiner Freizeit mit Menschen, die gerne und oft lachen, glücklich und zufrieden sind. So wie man sich schwertut, sich vom Lachen anderer nicht anstecken zu lassen, so ist es auch schwierig, sich nicht von den Glücksgefühlen anderer anstecken zu lassen.
Also ich hoffe, meine Tipps konnten dir helfen. Ich habe in vielen Quellen recherchiert, da fallen mir nurnoch die ein:
psychotipps.de xD